Destillerien

Wir haben in Schottland insgesamt drei Destillerien besichtigt, jede von Ihnen hat ihren eigen Reiz.

Zunächst haben wir die Destillerie Dallas Dhu besichtigt. Dies ist eine historische Destillerie die nicht mehr in Betrieb ist. Die Destillerie ist sehr schön hergerichtet. Man bekommt einen guten Überblick über den gesamten Fertigungsprozess von der Anlieferung der reinen Gerste zur Einlagerung der befüllte Fässer. Für die Besichtigung erhält man einen Audioguide in nahezu allen gängigen Sprachen und kann sich damit frei in der Anlage bewegen. Die Erklärungen zu den einzelnen Schritten sind gut und leicht verständlich. Dadurch das die Destillerie nicht mehr produziert, kann man auch in aller Ruhe Fotos machen. In den Destillerien die in Betrieb sind sind jeglich Art von elektronischen Geräten auf Grund des Hohen Alkoholgehaltes in der Luft strengstens verboten. Dies gilt auch für Fotoapparate. Wenn man nachdem Rundgang die Audioguides abgibt, dann gibt es im „Tastingroom“ eine kleine Whiskieprobe.

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Die zweite Destillerie führt uns nach Tain. Mit Glenmorangie haben wir uns eine größere Destillerie angeschaut die noch produziert. Hier geht alles etwas kommerzieller zu. Die Führungen starten zu einem festen Zeitpunkt und finden in der Hauptsaison alle halbe Stunde statt. Führungen werden nur in englischer Sprache angeboten.

Dadurch dass die Destillerie noch in Betrieb ist, bekommt man einen sehr guten Einblick in die Produktionsabläufe. Glenmorangie mälzt die Gerste nicht selbst, sondern bekommt diese gemalzt und getrocknet angeliefert. Auch in die Wash Backs darf man einen Blick werfen und eine Nase voll des Duftes nehmen. Die Alkoholdämpfe beißen recht kräftig in der Nase. In der Halle mit den 8 Washstills und 8 Spiritstills wird es dann ziemlich heiß. Nach der Besichtigung einer Lagerhalle geht es dann in den Verköstigungsraum wo man gemeinsam mit der Gruppe einen Whisky genießen darf.

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Die dritte Destillerie habe ich auf Grund einer Empfehlung eines Arbeitskollegen besucht. Dies war auch meiner Meinung nach die beste Führung. Blair Atholl ist eine kleine Destillerie mit ins gesamt 4 aktives Stills (2 Wash und 2 Spirit Stills). Die Führung wird auch hier nur in englischer Sprache angeboten. Die Gruppen sind allerdings kleiner als bei Glenmorangie und Führungen finden auch nur stündlich statt. Wie bei allen aktiven Destillerien haben Kinder unter 8 Jahren keinen Zutritt zu den produktiven Bereichen auf Grund des Alkoholgehaltes in der Luft.

Wie bei Glenmorangie bekommt auch Balir Atholl die fertig gemalzte und getrocknete Gerste angeliefert. Blair Atholl verwendet -wie Gelenmorangie auch- keine rauchige Gerste. Dennoch hat der Whiskey einen ganz zarten Torfgeschmack. Der Bach der das Wasser für den Whiskey liefert kommt direkt aus den Highlands. Das Wasser wird nur gefiltert und sonst nicht weiter aufbereitet. Da das Wasser durch die torfhaltigen Böden läuft bekommt der Whiskey hierdurch seinen dezenten Torfgeschmack. Insgesamt füllt Blair Atholl nur rund 2% der Produktion als Single Malt Whiskey ab. Der Rest wird an andere Destillerien verkauft und  wird für Blend-Whiskey verwendet. Der Whiskey ist überwiegend im Einzugsgebiet von Pitlochry zu finden. Dadurch das Blair Atholl keine Exportgenehmigung hat, findet man diesem im Ausland eher selten.

Nach der Besichtigung geht es dann auch hier zur Verköstigung des edlen Tropfens.

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